Die Geschichte unseres Vereins
Inzwischen können wir auf eine 60-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. In dieser Zeit ist eine Menge passiert und wir haben viele Dinge erreicht, auf die wir sehr stolz sind.
Hier findest Du unsere Geschichte, wie alles anfing bis zur Gegenwart.
Der 2. Weltkrieg war zu Ende. Nach und nach normalisierte sich das Leben der Bevölkerung. Geschäfts, Banken und andere Unternehmen nahmen ihren Betrieb wieder auf. Auf Wunsch der britischen Militärregierung sollte sich das Leben wieder normalisieren. Nur die Vereine konnten nicht sofort wieder arbeiten, denn jede Ansammlung mehrerer Personen war verboten. Erst 1946 wurden die ersten Vereine von dieser Beschränkung befreit und konnten ihre Arbeit mit Genehmigung der britischen Militärregierung wieder aufnehmen.
Als einer der ersten Vereine wurde der 1923 in Sanderahm gegründete Klootschießer- und Boßelverein "Einigkeit" Sanderahm wieder aktiv. Viele Sander Bürger schlossen sich nun dem Verein an. Zwar war durch den vergangenen Krieg die Ernährungslage noch schlecht, aber trotzdem herrschte der Wunsch vor, durch das Vereinsleben den trostlosen Alltag zu vergessen.
Die alten Sanderahmer fanden sich schnell wieder bei ihrem Vereinswirt Fritz Cordes ein. Bei Heißgetränken und Rübenschnaps wurden die ersten Feste gefeiert. Überhaupt wurde Geselligkeit bei den Boßlern großgeschrieben. Die schönen Festlichkeiten sprachen sich in Sande herum, und so wuchs die Anzahl der Mitglieder stetig an.
Heinrich Janßen, der auch vor dem Krieg in Sanderahm boßelte, warb in Sande immer mehr Werfer an. Der Verein wurde dadurch mit der Zeit immer stärker und gewann im Jeverland alle seine Wettkämpfe.
Es wurden immer nur die besten Werfer aufgestellt, und es kam soweit, daß oft die Sanderahmer selbst nicht mehr mitboßelten. So waren die ersten Streitigkeiten und Querelen vorprogrammiert. Aus "Einigkeit" wurde Uneinigkeit. Es wurden sogar Stimmen laut, einige Sander Boßler auszuschließen.
Es wurde schließlich beschlossen, in Sande selbst einen neuen Verein zu gründen. Zur Gründungsversammlung wurde am 28.10.1948 in das Bahnhofsrestaurant in Sanderbusch eingeladen. Diesem Ruf folgte eine größere Anzahl Boßler vom Sanderahmer Verein; sehr zur Freude des damaligen Wirtes Hans Andres.
Es wurde ein sehr langer Abend mit heißer Diskussion. Einige Boßler wollten dem neuen Verein nicht beitreten. Ihre Devise lautete: "Nur gemeinsam sind wir stark!" Nach einer Abstimmung wurde der Verein dennoch von 14 Boßlern aus der Taufe gehoben.
Die Gründungsmitglieder waren:
| 1. Hans Andres |
| 2. Hans Best |
| 3. Friedrich Frerichs |
| 4. Willi Günther |
| 5. Wilhelm Harms |
| 6. Johann Igwerks |
| 7. Hans Janßen |
| 8. Heinrich Janßen |
| 9. Franz Junker |
| 10. Johann Leerhoff |
| 11. Hermann Münkewarf |
| 12. Hans Renken |
| 13. Hermann Rohlfsen |
| 14. Theo-Günther Thomsen |
Der Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: Hermann Münkewarf
2. Vorsitzender u. Kassenwart: Heinrich Janßen
Schriftführer: Theo-Günther Thomsen
Gerätewart: Hans Renken
Der Name der Vereins sollte "Freesenspeel Sande" lauten. Dieser Name wurde vorher bereits vorgeschlagen. Viel mehr Probleme gab es bei der Beschaffung von Boßeln und Klootkugeln. Auch diese Angelegenheit wurde duch einen Drechsler gegen Naturalien erledigt. Bereits eine Woche später wurde der erste Wettkampf gegen den im gleichen Jahr gegründeten Nachbarverein "Hart um Hart Cäciliengroden" durchgeführt. Bei den damaligen Wettkämpfen handelte es sich um Freundschaftskämpfe, Punktkämpfe gab es damals noch nicht.
Am beliebtesten waren die Boßelfeste. Überall war damals Preisboßeln angesagt. Fast jeden Sonntag war irgendwo ein Fest, und von den guten Boßlern wurden viele Preise (meistens gespendete Sachpreise bzw. Naturalien) gewonnen. Gerne wurden auch die Vereinsbälle der Boßler besucht. Hier in Sande war 1946 eine Musikkapelle gegründet worden, die in Sande und Umgebung jedes Boßelfest verschönte. Bis zur Währungsreform spielte die Kapelle nur gegen gutes Essen, das von den Wirten organisiert wurde.
Der Verein "Freesenspeel Sande" feierte bereits 1949 seinen ersten Ball. Im "Erbkrug" bei Igwerks war der Saal voll. Neben den Tombolapreis wurden auch Pokale und Urkunden übergeben. Erst Vereinsmeister wurde Heinrich Janßen, erster Jugendmeister Theo Thomsen.
Die Vereinsmeisterschaften und das Pokalwerfen konnten auf jeder Straße im Dorf durchgeführt werden. Die Straßen waren frei. Autos gab es kaum. Die Boßelstrecke von "Freesenspeel Sande" war die Straße nach Jever. Hinter der Kanalbrücke wurde angeworfen. Häufig wurde dabei auch um Preise geboßelt (Würstchen usw.)
Als der erste Sander Markt gefeiert wurde, war "Freesenspeel" mit einer Abordnung dabei. Die Dorffeste bzw. Veranstaltungen (Weihnachtsmarkt, Schützenfest, Maifeiern usw.) werden bis heute vom Boßelverein "Freesenspeel" mit gestaltet.
Immer mehr Vereine der Umgebung wurden zum Wettkampf herausgefordert. Sogar der Boßelverein Plaggenburg bei Aurich war mehrfach unser Gegner. Bereits in den Jahren 1951 bis 1954 sollten Punktkämpfe ausgetragen werden, aber die eingereichten Anträge fanden beim Verband keine Mehrheit. Erst im Jahr 1954 wurden Boßelkreisverbände eingerichtet und der Wag zu Punktkämpfen geebnet. Während der Boßelverein "Einigkeit Sanderahm" dem Boßelkreis 6 (Jeverland) zugeordnet wurde, kam "Freesenspeel Sande" zum Kreisverband 12 (Wilhelmshaven).
Aufgrund des zunehmenden Verkehrs wurde das Boßeln auf den Straßen mit der Zeit problematisch. Auf den Straßen Frieslands und Ostfrieslands gingen jeden Sonntag Tausende von Boßlern ihrem Sport nach. So kam es dazu, daß nur noch wenige Straßen für den Boßelsport freigegeben wurden. Die Boßler von "Freesenspeel Sande" nutzten die Straße von Sanderbusch nach Ostiem. Diese Strecke war bereits in den zwanziger Jahren als Boßelstrecke genutzt worden.
Die Mitgliederzahl des Vereins wuchs immer weiter an, und der Verein gehörte bald zu den größten Vereinen des Kreisverbandes Wilhelmshaven. Sportlich ging es in unserem Verein auf uns ab. Viele schöne Erfolge wurden erzielt, aber es mußten auch Mißerfolge hingenommen werden. In den Jahren 1974 und 1975 wurden unsere Boßler Kreismeister und rückten in die Landesliga Oldenburg auf, in der sie sich zwei Jahre lang halten konnten. Seit 1977 boßelt die "Erste" in der Bezirksliga Nord. Mit einer zweiten Mannschaft beteiligte sich "Freesenspeel" in der Kreisklasse. 1983 konnte die Kreismeisterschaft gewonnen und ein 3. Platz bei den LV-Meisterschaften errungen werden.
Wegen des fehlenden Nachwuchses wird es für die erste Mannschaft immer schwerer, sich zu behaupten. Wie in allen Vereinen ist die Jugendarbeit wohl die wichtigste Aufgabe. Auch "Freesenspeel" hat sich in der Vergangenheit immer bemüht Jugendliche für den Friesensport zu begeistern. Dennoch ließ das Interesse der Kinder und Jugendlichen immer mehr nach. 1990 hatte "Freesenspeel" erstmals keine Jugendgruppe mehr. Unter der Leitung von Theo Klaßen wurde eine völlig neue Jugendmannschaft aufgebaut, die bereits nach kurzer Zeit Erfolge verzeichnen konnte. Neben dem Boßeln wurde auch Schleuderball und Klootschießen ins Programm aufgenommen. Leider ging es dann unter neuer Führung wieder bergab und von 1996 bis 2000 gab es erneut keine Jugendmannschaft mehr. 2001 hat Petra Neumann sich dann sehr in die Jugendarbeit eingebracht und konnte bis heute Jugendliche für den Boßelsport begeistern.
Im Jahr 1974 wurde eine Frauengruppe gegründet. Diese Frauengruppe boßelte sehr erfolgreich und erreicht die besten Ergebnisse des Kreisverbandes. Dreimal wurden die Frauen von "Freesenspeel" Vizemeister und viermal in Folge Kreismeister. Sehr erfolgreiche waren die Frauen beim alljährlichen Pokal- bzw. Plakettenwerfen vom Kreis Wilhelmshaven. In den Jahren 1978 bis 1981 gab es beim Kreis 12 noch keine Medaillen. Die Sanderin Petra Neumann konnte in dieser Zeit dreimal den ersten Platz und einmal den zweiten Platz belegen. Hier die Erfolgsliste der Frauengruppe:
| 1983 |
Goldmedaille |
Kreis |
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1983 |
Goldmedaille |
LVO |
| 1984 |
Silbermedaille |
Kreis |
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1984 |
Bronzemedaille |
LVO |
| 1985 |
Goldmedaille |
Kreis |
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1985 |
Goldmedaille |
LVO |
| 1986 |
Goldmedaille |
Kreis |
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| 1987 |
Goldmedaille |
Kreis |
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1987 |
Silbermedaille |
FKV |
| 1991 |
Silbermedaille |
Kreis |
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1991 |
Bronzemedaille |
LVO |
| |
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1991 |
Bronzemedaille |
FKV |
| 1992 |
Bronzemedaille |
Kreis |
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| 1993 |
Bronzemedaille |
Kreis |
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| 1994 |
Bronzemedaille |
Kreis |
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Die Frauengruppe wird seit 1976 von Frau Käthe Neumann geführt, die an diesen Erfolgen großen Anteil hat.
Im November 1975 wurde von dem damaligen Vorsitzenden Karl-Heinz Frerichs eine Senioren-Trimmgruppe gegründet. Diese Gruppe wurde auf Anraten der Sander Ärztin Margarete Lukenbach ins Leben gerufen und gefördert. Ihr Anliegen war es, älteren Menschen Bewegung an frische Luft zu schaffen. Dabei sollte sich keiner überanstrengen und schon gar nicht ehrgeizig werden. Hans Renken wurde der erste "Baas" der Senioren. Nach seinem Tod übernahm Enno Dirk die Gruppe. Von 1991 bis 2000 nahm Hermann Klaßen diese Aufgabe wahr; unter seiner Leitung wurde die Gruppe immer größer. Jeden Mittwoch sind bis zu dreißig Senioren auf der Boßelstrecke aktiv. Seit 2001 führt Helmut Buchmann die Senioren. Auch bei den Senioren werden jährlich die Meister ermittelt und Pokale ausgeboßelt. Die besten nehmen dann an Kreis- und Landesmeisterschaften teil. In den Jahren wurden viele Erfolge erreicht, Kreis- und Landesmeisterschaften wurden errungen. Einzellandesmeister wurden Hermann Klaßen und Theo Klaßen. Die Senioren verstehen es aber auch zu feiern. Neben Kohlpartien, Ausflügen und Weihnachtsfeiern steht auch ein jährlicher Teeabend mit Ehrungen auf dem Programm. Diese Veranstaltungen bereichern das Vereinsleben und stärken die zwischenmenschlichen Beziehungen der Boßelfreunde. Lange Jahre wurden diese Veranstaltungen von den verstorbenen Boßelfreund Ernst Büse geprägt. Sein Boßellied wird immer wieder gedungen, uns er wird nie vergessen werden. Jährlich werden Freundschaftskämpfe gegen Nachbarvereine durchgeführt. 1997 konnte der 25. und 2007 der 50. Wettkampf gegen die Senioren vom Boßelverein Horsten ausgetragen werden. Zudem werden die Bewohner des Alten- und Pflegeheims Sanderbusch öfter zum Boßeln eingeladen und im Vereinsheim bewirtet. Für die Umwelt wird von den Senioren auch einiges getan. So wird in jedem Jahr die Boßelstrecke von Unrat gesäubert.
Nach dem Boßeln wurde auch das Klootschießen in den Wintermonaten nicht vernachlässigt. Sobald der erste Frost einsetzte, fingen die Klootschießer eifrig an, zu trainieren, zumal fast in jedem Jahr ein Wettkampf gegen Wilhelmshaven durchgeführt wurde. Als Herausfordernung ist in dem jeweiligen Rathaus ein Kloot aufgehängt worden. Sobald die Felder hart gefroren waren, konnte der Wettkampf durchgeführt werden. Mit Musik, von vielen Käklern und Mäklern gefolgt, zogen die Klootschießer zu den für den Wettkampf vorgesehenen Feldern. Nachdem Sprungbretter aufgebaut und Läufer ausgelegt waren, konnte es losgehen. Die jeweiligen Bürgermeister machten den Anwurf. Danach wurde von jeweils sechs Werfern um die Sieg gekämpft. Die "Bahnwieser" zeigten mit der Fahne jeweils an, wo der Kloot hingeworfen werden sollte. Lautstark wurde jeder Wurf begleitet. In den ersten Jahren nach dem Krieg wurde noch in alter traditioneller Bekleidung, d.h. in "Ünnerbüx" geworfen. Heute haben sich Trainingsanzüge durchgesetzt. Der Sieger hieß meistens Wilhelmshaven.
So konnte die Stadt in den Jahren von 1962 bis 1971 fünf mal in Folge gewinnen. Diese Wettkämpfe werden bis heute durchgeführt. So wurde auch in 1998 Wilhelmshaven wieder einmal von einer Sander Delegation herausgefordert.
Wie auch andere Vereine hatte "Freesenspeel" Anfang der sechziger Jahre einen Mitgliederrückgang zu verzeichnen. Das Fernsehen zog viele Menschen in seinen Bann. Es konnten nicht mehr genügend Boßler für die Wettkämpfe begeistert werden. Um den Boßelbetrieb aufrecht zu erhalten, schloss sich "Freesenspeel" mit "Hart um Hart" zu einer Wettkampfgemeinschaft zusammen. Diese Gemeinschaft hielt 5 Jahre lang. Danach trennte man sich in gutem Einvernehmen, nachdem noch im Jahr 1965 die Kreismeisterschaft gewonnen wurde.
Die Geschicke des Vereins wurden im Laufe der Jahre geleitet von:
| 1948 |
bis |
1954 |
Hermann Münkewarf |
| 1954 |
bis |
1967 |
Wilhelm Harms u. Enno Dirks |
| 1967 |
|
|
Günter Heinken |
| 1968 |
|
|
Karl Heinz Frerichs |
| 1969 |
bis |
1970 |
Manfred Hilbers |
| 1971 |
bis |
1972 |
Karl Heinz Frerichs |
| 1973 |
bis |
1974 |
Gerold Schürmann |
| 1975 |
|
|
Karl Heinz Frerichs |
| 1976 |
bis |
1978 |
Heiner Janßen |
| 1979 |
|
|
Gerold Schürmann |
| 1980 |
bis |
1985 |
Wilfried Aden |
| 1986 |
bis |
2000 |
Friedrich Willms |
| 2001 |
bis |
2005 |
Adelbert Klaßen |
| 2006 |
bis |
2007 |
Jens Ommen |
| 2008 |
|
|
Angelika Klaßen |
Verdiente Vorstandsmitglieder haben auch im Kreisverband wertvolle Arbeit geleistet:
Helmut Evers - Schriftführer
Alfred Pawlik - Klootschießerwart
Heiner Janßen - Geschäftsführer
Adelbert Klaßen - Schriftführer u. stellvertr. Kreisvorsitzender
Gerold Schürmann - stellvertr. Kreisvorsitzender
Angelika Klaßen - Geschäftsführerin
Um auch die passiven Mitglieder zu motivieren, wird jährlich zum Eier- und Schweinepreisboßeln eingeladen. Eine Kohlpartie, das Besenwerfen und eine Fahrradtour stehen ebenfalls einmal in Jahr auf dem Programm.
Im Jahr 1968 konnte der 20. Geburtstag des Vereins gefeiert werden. Zu diesem Fest hatte sich der unvergessene Hans Renken etwas Besonderes einfallen lassen: Er stellte das Fest unter das Motto "Aktion Sorgenkind". Der Reinerlös von DM 2.250,-- konnte den beschützenden Werkstätten Wilhelmshaven und Jeringhafe übergeben werden.
Zehn Jahre später - zum 30. Geburtstag - beschloß der Festausschuß, den Reinerlös der Deutschen Krebshilfe zur Verfügung zu stellen. Herr Dr. med. Krüger hatte die Schirmherrschaft übernommen. Die Schirmherrin der Deutschen Krebshilfe und Ehefrau des damaligen Bundespräsidenten Frau Dr. Mildre Schell bedankte sich mit einem persönlichen Schreiben.
1998 wurde der 40. Geburtstag im Landhaus Tapken mit einem Ball gefeiert. Viele Gratulanten von Nachbarvereinen und andere im Ort ansässige Vereine sowie Gemeindevertreter konnten begrüßt werden. Die anwesenden Gründungsmitglieder erhielten als Ehrung einen Zinnteller.
Der 45. Geburtstag im Jahr 1993 wurde im Bürgerhaus gefeiert. Vier noch lebende Gründungsmitglieder (Hermann Rohlfsen, Johann Leerhoff, Friedrich Frerichs und Theo Günther Thomsen) wurden Ehrenmitglieder.
Die Organisation des 50. Geburtstages lag 1998 in den Händen von Gerold Schürmann. Für dieses Fest konnte der damalige Landwirtschaftsminister Karl Heinz Funke als Schirmherr gewonnen werden. Mit seiner lockeren Art und plattdeutschen Döntjes war er eine Bereicherung des Abends.
Zu der Vereinsgeschichte müsste noch erwähnt werden, daß im Jahr 1971 ein Wechsel von KSB Wilhelmshaven zum KSB Friesland erfolgte.
Im Jahr 1980 hatte der 2. Vorsitzende Adelbert Klaßen mit der Ausarbeitung einer Satzung begonnen. Daraufhin wurde der Klootschießer- und Boßelverein "Freesenspeel" ein eingetragener Verein, der ausschließlich und unmittelbar der Förderung des Kloot- und Boßelsports und somit gemeinnützigen Zwecken dient.
Nach Abriss des alten Vereinslokal "Sander Hof" mietete der Verein zum 1. November 1986 Räumlichkeiten in Sande-Neufeld an. Hier entstand unter Mitwirkung vieler Helfer das heutige Vereinsheim. Das Amt des Vereinswirtes übernahm Herr Alfred Pawlik. Von 1996 bis 2007 lag diese Tätigkeit in den Händen von Frau Grete Weiers. Seit der Saison 2007 (Sept.) wird das Vereinsheim gemeinschaftlich vom Vorstand geführt.
Auf der letzten Jahreshauptversammlung im März 2008 wurde erstmalig mit Angelika Klaßen eine Frau zur 1. Vorsitzenden gewählt. Durch den berufsbedingten Wohnortwechsel des bisherigen Vorsitzenden Jens Ommen war die Position neu zu besetzen. Aus Sorge um den Fortbestand des Vereins stellte sich die langjährige Geschäftsführerin für diese Position zur Verfügung. Zum Jahresende 2007 hatte "Freesenspeel Sande e.V." 206 Mitglieder (55 weibliche und 151 männliche Mitglieder).
Leider kristallisierten sich schon in 2007 Schwierigkeiten bei der Zusammensetzung der Hauptwerfer Mannschaften (Männer) heraus. Unser Altersgefüge läßt immer mehr Werfer in die Seniorenliga ab-wandern. Eine Auflösung der Hauptwerfer-Gruppen läßt sich wohl nicht mehr aufhalten.
Der 60. Geburtstag des Vereins, der am 25. Oktober 2008 im evang. Gemeindehaus gefeiert wurde, war eine äußerst gelungene Veranstaltung an der über 176 Personen teilnahmen - das Gemeindehaus platzte aus allen Nähten.
Nachdem unsere Hauptwerfer die Saison 2008/2009 in der 4. Kreisklasse gerade so über die Runden brachte, wurde auf Initiative unseres Vorstandes mit dem KBV Hart um Hart Cäciliengroden ab der Saison 2009/2010 eine gleichberechtigte Werfergemeinschaft eingegangen. Solch eine Gemeinschaft bestand bereits einmal Anfang der 60iger Jahre für ca. 5 Jahre, in denen die Mannschaften sich personalmäßig regenerierten. Die heutigen Vorsitzenden der Vereine, Angelika Klaßen und Tim Schilling, begrüßten den Schritt, denn zuletzt hatten beide Vereine immer wieder Probleme gehabt, vollständige Mannschaften zu den Wettkämpfen zu melden.
Falls Du Fragen zu unserer Chronik hast, sprich uns an. Wir geben Dir gerne weitere Auskünfte zu unserem Verein.